Archiv für Mai 2012

Utopie und Verantwortung oder Permanent dieselbe Scheiße: Die Herausforderung von Hausbesetzungen im Umgang mit Sexismus und Grenzüberschreitungen

Folgender Text wird euch bekannt vorkommen. Er entstand im Sommer 2011 im Kontext von temporären Politcamps und wurde von uns für die spezielle Situation „Hausbesetzung“ adaptiert, da wir finden, dass er genauso zutreffend ist wie für linke Camps. Daher unsere Bitte: Lest ihn und lebt ihn!

Räume stehen leer, Räume müssen her – Hausbesetzungen und Raumaneignungen, egal ob nur für eine Nacht oder längerfristig, sind spannend, toll und ermöglichen Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen sich zu treffen, zu vernetzen, weiterzubilden, andere Formen von Wohnen im Kapitalismus auszuprobieren, Aktionen zu planen und durchzuführen, sich linke Infrastruktur anzueignen und fürs „gute Leben im Hier und Jetzt“ zu kämpfen. Hausbesetzungen sind inzwischen eine nicht mehr wegzudenkende Form der politischen Praxis – und das ist auch gut so!

Leider sind Hausbesetzungen auch oft Orte, wo sexualisierte Übergriffe vermehrt stattfinden – trotz vorgegebener emanzipatorischer Ansprüche und pauschalen (Lippen-?)Bekenntnissen zu einer antisexistischen Praxis. (mehr…)